Schonendes Bleaching: neue Methode Titandioxid?

5. Oktober 2018

Makellos weiße Zähne sind das Schönheitsideal– und dank Bleaching heutzutage kein Problem mehr. Bisher wurde dazu meist Wasserstoffperoxid verwendet. Doch Forscher an der chinesischen Nanchang University haben jetzt eine Alternative gefunden: Titandioxid. Zwar gibt es auch Bedenken gegen den Stoff, da er u.U. krebserregend sein kann – allerdings wird der Stoff bereits unter anderem in Kosmetika und Arzneimitteln verwendet. Laut den Wissenschaftlern demineralisiert Titandioxid zudem die Zähne nicht und besitzt außerdem noch eine antibakterielle Wirkung. Die Studie, die in ACS Biomaterials Science & Engineering veröffentlicht wurde, geht davon aus, dass Titandioxid Wasserstoffperoxid als Bleachingmittel ablösen könnte.

Quelle: zwp-online




Künstlicher Zahnschmelz könnte schon bald Patienten helfen

20. September 2018

Viele Menschen haben überempfindliche Zähne. Die Ursache dafür ist häufig eine Schädigung des Zahnschmelzes – für den es gibt bisher jedoch keinen passenden Ersatz gibt. Nun jedoch wurde allerdings von Materialwissenschaftlern an der Queen Mary University of London ein Material entwickelt, das dem natürlichen Zahnschmelz sehr ähnlich ist. Die Forscher schafften es, Proteine so zu manipulieren, dass Sie eine Ordnungsstruktur bilden, die der des Zahnschmelzes ähnelt. Diese Entdeckung könnte jedoch nicht nur Patienten mit Zahnschmelzproblemen helfen. Die Forscher hoffen, dass diese Technologie zukünftig auch zur Kariesbehandlung und sogar als Knochenersatz zum Einsatz kommen könnte.

Quelle: zwp-online




Karies bei Kleinkindern: Fluoridlack kann schützen

5. September 2018

Während bei Erwachsenen und Jugendlichen die Karieszahlen zurückgegangen sind, leidet immer noch jedes 7. Kleinkind (14%) unter drei Jahren an Karies. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Milchzähne sind besonders anfällig, da ihr Zahnschmelz noch nicht vollständig ausgehärtet ist. Abhilfe bietet hier Fluoridlack. Er fördert die Remineralisierung im Mundraum und beugt so Karies vor. Gerade bei Kleinkindern bietet er Vorteile, da er schnell aushärtet. So konnte laut Studie bei jedem 10. Kind Karies ganz verhindert oder bereits vorhandene Erkrankungen deutlich reduziert werden. Ob eine frühzeitige Fluoridierung auch vor späteren Zahnverlust oder Zahnschmerzen schützt, konnte die Studie nicht belegen.

Quelle: IQWiG




Kreidezähne – Eine neue Volkskrankheit?

20. August 2018

Zahnärzte warnen vor einer neuen Volkskrankheit, die hauptsächlich im Kindesalter auftritt: Kreidezähne. Jeder dritte Zwölfjährige in Deutschland leidet an dieser Unterentwicklung des Zahnschmelzes, wie die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde (DGZMK) mitteilt. Bei den Betroffenen ist der Zahnschmelz der Zähne so stark zurückgebildet, dass sich Karies viel leichter einnisten kann oder die Zähne sogar schon beim Durchdringen des Kiefers in die Mundhöhle Schaden nehmen. Die genaue Ursache für die Krankheit, die in Fachkreisen „Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation“ genannt wird, ist noch nicht bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass Weichmacher im Plastik ein Auslöser sein könnten. Das einzige Mittel gegen Kreidezähne ist bisher, Karies möglichst zu vermeiden und die Krankheit rechtzeitig zu diagnostizieren. Für beides sind regelmäßige Zahnarztbesuche entscheidend.

Quelle: DGZMK




Parodontitispatienten: Therapietreue zahlt sich aus

6. August 2018

Parodontitis, also die Entzündung des Zahnfleischs, ist eine Volkskrankheit. Außerdem ist sie eine der häufigsten Ursachen für Zahnverlust. In diesem Lichte führte die Justus-Liebig-Universität Gießen nun eine Studie durch, die belegt, wie wichtig der regelmäßige Zahnarztbesuch gerade für Menschen mit Parodontitis ist. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Zusammenhang zwischen der Teilnahme an Nachsorgeuntersuchungen und der Vermeidung von Zahnverlust besteht. Gerade Patienten, die an der Zahnfleischerkrankung leiden, sollten also regelmäßige Zahnarztbesuche, Mundhygiene und eine langfristige Therapie kombinieren, um auch im Alter gesunde Zähne zu behalten. Ideal ist hierbei die sogenannte unterstützende Parodontitistherapie, bei der der Patient über Jahre hinweg eine regelmäßige Betreuung genießt – denn so kann der Behandlungserfolg auf Dauer gewährleistet werden.

Quelle: Justus-Liebig-Universität Gießen




Limonade: Der süße Krankmacher

20. Juli 2018

Wie ein von Foodwatch veröffentlichter Bericht kritisiert, sind Zuckergetränke eine der wichtigsten Krankheitsursachen in entwickelten Ländern. Allen voran Markführer Coca-Cola nehme zudem beim Marketing insbesondere Kinder und Jugendliche als Zielgruppe ins Visier und versuche, durch Lobbyarbeit die Politik an effektiver Regulierung zu hindern. Die NGO wirft dem Unternehmen vor, Methoden der Tabakindustrie anzuwenden: So seien „unabhängige Forschungsinstitute“ mit Fördergeldern im Millionenbereich unterstützt worden, um die gewünschten Ergebnisse zu erhalten. Diese lauteten: Nicht ungesunde Ernährung, sondern zu wenig Bewegung sei die Hauptursache für Übergewicht. Dabei, so Foodwatch, verursache überhöhter Zuckerkonsum nachweislich die Entstehung von Krankheiten wie etwa Fettleibigkeit oder Typ-2-Diabetes – und natürlich auch Karies.

Quelle: Foodwatch